
Hubertus von Prittwitz: Performativer Künstler, Roman, Bericht, Film, Fotografie
1969 in München geboren, wurde ich früh von meiner Stiefmutter und meinem Vater missbraucht, ausgeraubt und in einer Welt voller uralter Mythen eingesperrt. Ich floh in die Phantasie, und als ich als Teenager mit meinem Geheimdienstvater nach Indien übersiedelte, war es um mich geschehen. Anschließend zog ich, wie Hermann Hesse, in den Schwarzwald, um dort mein Abitur zu machen. Von dort floh ich nach Ägypten und durch die Sahara und den Dschungel bis nach Kenia. Und dann ging es erst richtig los … Wer Näheres erfahren möchte, der liest am besten mein autofiktionales Roman-Debüt Skarabäus. Bereits als Kleinkind lebte ich in permanenter Angst. Ich floh in Filme und Bücher und fremde Identitäten. In Indien baute ich mir dann ein Rabbit-Hole, wie Der Kleine Prinz, Alice im Wunderland, Der Zauberer von Oz. Ich habe mich nie mehr umgedreht.
„Ich habe 40 Jahre darauf gewartet, dieses Buch zu schreiben […] Vorher habe ich mich nicht getraut, mich an meine eigene Person, an mein eigenes Leben heranzuwagen.“ (Hubertus von Prittwitz über Skarabäus)*
Vom Werdegang eines Überlebenden
Nach dem Sturm folgte die künstlerische Verarbeitung. Ich studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Psychologie in München und Berlin, arbeitete als freier Eventmanager, Texter, Redakteur und Übersetzer aus dem Englischen. Außerdem war ich als Lektor für die Bereiche Wirtschaft, Finanzen und deutsche Militärgeschichte tätig. Ich bereitete meine künstlerischen Projekte genau vor, setzte diese jeden Winter auf vorher festgelegten Reisen im Süden um. Dreißig Jarhe lang lebte ich fremde Figuren, Identitäten, wie Osama bin Laden oder George Bush junior, stellte in den Kulturkreisen dieser Identitäten, also USA und Lateinamerika, Ägypten, Sudan, Indien, soziologische und politische Fragen an die jeweilige Gesellschaft. Zudem reiste und spielte ich Bücher nach, wie zum Beispiel Der Königsweg von André Malraux, Wir vom verlorenen Haufen von meinem Großvater Fritz von Forell.
Seit vielen Jahren koordiniere ich im Hauptschaltraum der Deutschen Welle in Berlin gute und schlechte Nachrichten aus aller Welt. Und ganz nebenbei verarbeite ich meine zahlreichen Abenteuer und Erfahrungen in vielfältigen Kunstformen.
„Ich erzähle, wie ich als ein Thronfolger für ein Königreich erzogen wurde, das es gar nicht mehr gibt.“*
Eine Biografie im Schatten eines uralten Adelsgeschlechts
Das Leben und Aufwachsen im altehrwürdigen Hause „von Prittwitz“ hat mich zweifelsohne zutiefst geprägt. Teile meiner dunklen Familiengeschichte verfolgen mich bis zum heutigen Tag. Das Schreiben darüber, genau wie das Reisen, wurde für mich zur dringend benötigten Selbstrettung.
Mein erstes Buch.
Skarabäus - Flucht in die Hölle.
Echt erlebt.
